Gedenkstätte am Michelsberg

barbara willecke, planung.freiraum, Berlin - 2010

Die Bürger der Landeshauptstadt Wiesbaden haben sich entschlossen, ein deutliches Zeichen zu setzen, das vom Holocaust und der Ermordung der Wiesbadener Juden und damit der europäischen Juden zeugt. Die hohen, das Namensband tragenden Wandscheiben des Denkmals zeugen von dem Verlust der Synagoge. Jedem Opfer ist ein individueller Namensstein gewidmet. Leere Namenssteine verweisen auf die Lücken in den Opferlisten und stehen für die, deren Schicksal bis heute ungeklärt ist. Die Gedenkstätte steht im Spannungsfeld zwischen Gedenkraum und Stadtraum, zwischen Besucher und Namen der Opfer, zwischen Einzelnen und Gesellschaft. Dieser Raum im Gedächtnis der Stadt und ihrer Menschen soll auch zu einem Ort für Begegnungen und Feste im Licht der Mahnung und des fortgesetzten bürgerschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Engagements werden

Standort: Am Michelsberg, Wiesbaden




Andreas Süß